Fachliche Orientierung

«Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.»

Max Frisch

 

 

Meine pädagogische Arbeit war im Wesentlichen von Prozessen während einer Krisenintervention, den Merkmalen der Traumapädagogik, unterstützenden Resilienzfaktoren und dem Führungsverständnis von „Positive Leadership“ geprägt.

Krisenintervention bei Kindern bezieht sich auf den Prozess der Unterstützung und Hilfeleistung, die in Zeiten von emotionalen, psychologischen oder sozialen Krisen bei Kindern erforderlich sein können. Diese Krisen können durch verschiedene Faktoren verursacht werden wie familiäre Probleme, Trauer, traumatische Ereignisse, Mobbing, gesundheitliche Herausforderungen und mehr.

Schritte und Prinzipien während einer Krisenintervention:

  • Sicherheit gewährleisten – in Bezug auf die Beziehungen und Infrastruktur
  • Zuhören und verstehen – Ausdrucksmöglichkeiten für Gefühle, Ängste und Gedanken schaffen
  • Emotionale Unterstützung – beistehen, aushalten und Ruhe ausstrahlen
  • Klare Kommunikation – offen, ehrlich und transparent
  • Normalität aufrechterhalten – Routine und gewohnte Aktivitäten beibehalten

Das Hauptziel der Traumapädagogik besteht nicht in der Heilung sondern darin, den Kindern und Jugendlichen zu helfen ihre emotionalen Reaktionen zu verstehen und ihre persönliche Entwicklung – in Form von Stärkung und Ressourcenarbeit – zu fördern. Dies geschieht durch eine Reihe von pädagogischen Ansätzen, die auf die spezifischen Bedürfnisse und Reaktionen der traumatisierten Personen abgestimmt sind. Der Fokus liegt auf der individualisierten Pädagogik und setzt die Beziehungsverantwortung ins Bewusstsein.

Einige Merkmale der Traumapädagogik sind:

  • Verständnis von Trauma – Mitarbeitende der NUK verfügen über spezifische Kompetenzen
  • Beziehungsangebote – ermöglichen von positiven Beziehungserfahrungen
  • Partizipation und Mitbestimmung – einbeziehen in Entscheidungsprozesse
  • Annahme des guten Grundes – wertschätzen des Klienten und seiner Versuche mit seinen Problemen zurechtzukommen
  • Kulturelle Sensibilität und Diversität – fördern einer angemessenen und individuellen Unterstützung

Resilient sein bedeutet, die Fähigkeit zu besitzen, effektiv auf Herausforderungen, Stress und Widrigkeiten zu reagieren und sich von Rückschlägen zu erholen. Es geht darum, trotz Schwierigkeiten psychisch stabil und emotional ausgeglichen zu bleiben. Wir unterstützen eine kontinuierliche Entwicklung der Resilienz durch bewusste Bemühungen wie Selbstreflexion, Achtsamkeit, das Erlernen von Bewältigungsstrategien und die Pflege von sozialen Beziehungen.

Unterstützende Resilienzfaktoren:

  • Akzeptanz – verstehen und annehmen des Geschehenen
  • Optimismus – vertrauen auf eine gute Entwicklung
  • Selbstwirksamkeit – erkennen eigener Bedürfnisse und Entscheidungen treffen
  • Verantwortung – respektieren der eigenen Möglichkeiten und Grenzen
  • Lösungs- und Zukunftsorientierung – aktiv in die Handlung gehen

„Positive Leadership“ ist ein Führungsverständnis, das auf Prinzipien der Positiven Psychologie und des systemischen Denkens basiert.

Hier sind einige Prinzipien von „Positive Leadership“:

  • Stärken betonen – entfalten der Potenziale der Mitarbeitenden
  • Selbstorganisation – fördern der Eigenverantwortung, ermöglichen von eigenständigen Entscheidungen
  • Nachhaltigkeit – streben nach langfristigen und kontinuierlichen Verbesserungen
  • Zufriedenheit und hohe Energie – durch ein positives Arbeitsklima und gute Arbeitsbedingungen
  • positive Kommunikation – für produktive Energie und zielführendes Verhalten

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